23.11.2015

Großer Bruder trifft kleine Schwester | Die erste Begegnung


Wie haben wir uns diesen einen Moment herbeigewünscht. Voller Sehnsucht, Vorfreude und Zuversicht, aber auch mit etwas Skepsis und Ungewissheit.
Das erste Aufeinandertreffen vom neuen Baby und dem großen Bruder.


Wir wussten, dass dieser Moment irgendwann kommen wird und wir haben uns viele Gedanken darum gemacht, uns noch mehr Fragen gestellt.

Wie wird der Große reagieren? Wird er das verstehen? Wird er eifersüchtig sein? Und vorsichtig? Was, wenn er total überfordert ist? Wie reagieren wir, wenn er sogar sauer wird? Wird er seine Schwester mögen? Wird er Angst haben?




Ja, wir haben uns tatsächlich viele Sorgen gemacht, was alles negatives passieren könnte.

Aber tief im Inneren war ich der festen Überzeugung, dass alles gut gehen wird.

Ich war total ruhig, ich wusste, dass ich mich auf meinen Jungen verlassen kann. Er war schon mit dem Babybauch mehr als fürsorglich, vorsichtig und liebevoll umgegangen. Hat ihn geküsst, gestreichelt, eingecremt und zärtlich gepiekst. Hat dem Baby im Bauch zugehört und sich so herzerwärmend gefreut, wenn es gestrampelt hat.

Ich bin regelmäßig geschmolzen. Das war das Niedlichste, was ich erleben durfte.



Warum also sollten wir uns solche Gedanken machen? Wir ließen es letzten Endes einfach auf uns zukommen, die Sorgen vergingen und die Vorfreude und Zuversicht stieg. Nicht nur bei uns, sondern auch beim großen Bruder.

Und dann kam der Tag bzw. die Nacht, an der es losgehen sollte.


Wie vorher abgeklärt, brachten wir den Großen zu unseren Freunden, als die Geburt losging. Er verstand das gar nicht, schließlich wurde er mitten aus dem Tiefschlaf gerissen, ins Auto verfrachtet und in ein anderes Haus gebracht. Wir erklärten ihm kurz, dass das Baby nun kommen will, aber viel Zeit blieb uns nicht. Zum Glück waren unsere Freunde sehr einfühlsam und erklärten ihm alles noch einmal in Ruhe, während der Papa und ich zum Geburtshaus rasten.




Kurz nach 1 Uhr nachts kam unsere Babyhummel zur Welt. 
Zu dieser Zeit schlief der große Bruder schon wieder selig. Wir verbrachten unsere erste Nacht mit dem neuen Erdenbürger zu dritt im Geburtshaus und fuhren am Morgen danach gemütlich in Richtung nach Hause. Einen Zwischenstopp machten wir bei meinen Großeltern, die nun zum 2. Mal Urgroßeltern geworden waren. 
Und vergossen die nächsten Freudentränchen.

Zur Mittagszeit kamen wir dann bei unseren Freunden wieder an.
Ich kann euch wirklich nicht beschreiben, WIE aufgeregt ich war, als wir das Baby in Richtung Haus trugen. Mein Herz klopfte wie wild und ein breites Grinsen übernahm die Herrschaft in meinem Gesicht.
Und dann war er da. DER Moment.


Das Baby noch im Autositz öffneten Franz und ich die Tür, hinter der schon zwei aufgeregte Jungs (unserer und sein Freund) warteten. Und wir kamen nicht einmal die Treppe zum Flur hinauf, schon wurde die Autoschale mitsamst dem Baby in Beschlag genommen. 
Es war nicht einmal mehr Zeit, die Lätzchen voller Suppe abzulegen.
Zuerst wurden ganz vorsichtig unbeholfene Blicke getauscht, zärtlich das Händchen vom Baby gestreichelt. Endlich war er der große Bruder!


Er betrachtete die winzigen Finger, streichelte über Babys Nase und Wangen. So zärtlich, fast als wäre sie aus hauchdünnem Glas. Er war so vorsichtig und liebevoll - von der ersten Sekunde an - dass mein Mamaherz gar nicht mehr wusste, wohin. Ich hätte platzen können vor Glück, Stolz und Freude. Es war himmlisch.

Irgendwann packten wir die Kleine dann aus, setzten uns in die Stube und hießen die kleine Maus herzlich willkommen. Sie konnte betrachtet werden, der große Bruder half beim Mütze absetzen, gab ihr unendlich viele Küsse und seine Augen leuchteten. Er strahlte aus tiefstem Herzen. Er war so stolz auf SEINE kleine Schwester. 
Er brachte ihr direkt ein Spielzeug und meinte es so gut mit ihr. Er wollte sie halten, streicheln, küssen, betüddeln...


Es war magisch. Einfach nur magisch. Das sind Momente, die ich niemals vergessen werde und immer in meinem Herzen bewahren möchte.
Ich wusste doch, dass unser Sohn der beste große Bruder für unsere Tochter sein wird, den man sich nur wünschen kann. Und er war und ist es wirklich.
Wenn ich heute daran zurückdenke, innerlich wieder in seine strahlenden Augen schaue, dann kommen mir immer wieder die Tränen. Das war und ist so ergreifend und ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man sieht, wie sich seine eigenen Kinder zum ersten Mal begegnen. Und sich von Anfang an lieben. Ja. Das war es. Pure Liebe. 
Im ganzen Raum, in allen Herzen und in allen Gesichtern stand sie förmlich geschrieben. Liebe.
Zusammen mit noch viel mehr Freudentränen und Glücksgefühlen.


Und dieser Moment war viel zu schnell vorbei. Ich habe ihn aufgesaugt in seiner Magie und werde ihn mir immer bewahren.
Genau wie die allerersten Momente in unseren eigenen 4 Wänden. Diese Ruhe. Dieses Gefühl von Ankommen, von zu Hause, von Familie. Sich bewusst werden, dass es DAS war, worauf wir fast 10 Monate lang gewartet haben. Und dass es sich verdammt gut anfühlt. 
Das erste Kuscheln zu 4. im gemeinsamen Bett, der Bruder, der kein Auge und keine Hand mehr von seiner Schwester ließ. 


Es stellten sich keine Fragen mehr, es passierte einfach. 
Und es war perfekt.




17.11.2015

Ein Adventskalender zum Befüllen und Gewinnen

-Anzeige-
 
Hallo ihr Lieben. (:
 
Heute möchte ich euch zeigen, wie wir uns so langsam aber sich in eine etwas winterlichere Stimmung bringen.
Es ist Ende November, unglaublich, dass bald die ersten Türchen vom Adventskalender geöffnet werden können. Wir werden sogar schon in etwa 2 Wochen unseren Christbaum holen, da wir zu Weihnachten immer unterwegs sind, aber trotzdem etwas vom schönen Baum haben wollen.
Außerdem öffnen in ein paar Tagen auch die Weihnachtsmärkte und das erste Lichtlein vom Adventskranz kann angezündet werden. Bald werden Plätzchen gebacken und Glühwein getrunken. Wo ist nur dieses Jahr hin?
 
Ich liebe diese kleinen Vorbereitungen für die kommende Weihnachtszeit dennoch. Sie zeigen zwar, dass sich schon wieder ein Jahr dem Ende neigt, aber die Stimmung ist einfach so herrlich gemütlich.
Jedes Jahr aufs Neue bereitet es mir Freude, die ersten Weihnachtsgeschenke zu besorgen, nette Briefe zu schreiben und neue Deko zu basteln. Ganz fest zum November gehört es für mich, einen Adventskalender für unseren Sohn zu basteln oder zu befüllen. Das Aussuchen von verschiedenen Kleinigkeiten bereitet mir viel Freude.
 
 
Ich habe mich auch dieses Jahr wieder dazu entschieden, den Adventskalender nicht ausschließlich mit Süßigkeiten zu befüllen, da in der Vorweihnachtszeit sowieso täglich genascht wird. Darum befinden sich im diesjährigen Adventskalender einige kleine Schleich-Tiere, ein paar neue Siku-Autos für die Sammlung, Bastelutensilien und kleine Pixi-Bücher. Ich habe noch nicht ganz alles zusammen, aber es bleibt ja auch noch ein klitzekleines bisschen Zeit. Für diejenigen unter euch, die aber etwas später dran sind und einen Adventskalender noch gut gebrauchen können, habe ich am Ende des Posts noch eine tolle Überraschung (:
 
 
Dieses Jahr ist der Adventskalender vom Großen nicht selbst gebastelt. Ich bin  nicht dazu gekommen und mag es nicht, so etwas Großes auf den letzten Drücker zu gestalten. Nächstes Jahr gibt es dann einen richtig tollen für beide Kinder. Darauf freue ich mich jetzt schon!
Wir haben einen Adventskalender aus Stoff in Weihnachtsbaumform von Yorbay. An ihm befinden sich 24 kleine Täschchen, die nach Lust und Laune befüllt werden können. Sie bieten genug Platz für all die Kleinigkeiten, die Kinderaugen leuchten lassen. Ich finde es gut, dass sie in der richtigen Reihenfolge angebracht sind. Emil kann die Zahlen noch nicht unterscheiden und wird so trotzdem wissen, wie viele Tage schon vergangen sind und wie lange er noch auf das Christkind warten muss. Wobei er ja vorher schon die Tage bis zu seinem 3. Geburtstag zählt. (:
 
 
Bis jetzt hängt der Adventskalender zu Dekozwecken in unserem Wohnzimmer über unserem Jahreszeitentisch. Dort passt er sehr gut rein, wird aber rechtzeitig dann in Emils Zimmer gehangen, damit er jeden Tag selbst sein Türchen öffnen kann.
Auch unseren Jahreszeitentisch haben wir schon etwas gemütlicher gestaltet. Eine Rosen-Lichterkette (ebenfalls von Yorbay) schmückt ihn nun und macht lässt ihn gleich besinnlicher wirken.
 

Da sie batteriebetrieben ist, kann Emil sie selbst ein- und ausschalten. Er findet übrigens den riesigen Weihnachtsbaum über dem Jahreszeitentisch klasse. Ich kann mir schon richtig vorstellen, wie erstaunt er sein wir, wenn die Täschchen befüllt sein werden.
Bis dahin werde ich noch die fehlenden Teile besorgen und weiterhin viel Zeit damit verbringen, die Wohnung nach und nach etwas weihnachtlicher zu gestalten.
Und nun kommen wir noch zur Überraschung:
In Zusammenarbeit mit Yorbay darf ich 5 Adventskalender in Weihnachtsbaumform an euch verlosen!


Zusätzlich gibt es sogar noch 3 Weihnachtsbäume zu gewinnen.
Ihr findet die Verlosung auf meiner Facebook-Seite. Sie läuft bis zum 20.11.2015 und die Gewinner werden anschließend dort auch bekannt gegeben.
Ich wünsche euch nun viel Glück und noch einen schönen Tag.
 
 

16.11.2015

Was ist los in der virtuellen Welt?

Hallo ihr Lieben,
heute geht es mal um ein Thema, welches mich in letzter Zeit ziemlich beschäftigt.

Die Stimmung in der virtuellen Welt. Das heißt nicht nur auf meinen Kanälen, sondern auch generell auf den Social Media Plattformen, die ich so verfolge und nutze.
Wie ihr sicherlich wisst, sind wir neben unserem Hauptkanal auf YouTube auch auf Instagram und Facebook aktiv. Und immer öfter fällt es mir auf, dass sich regelrechte Hetzereien entwickeln gegen jemanden oder irgendetwas, was man nicht mag.
Vor allem auf meinem YouTube-Kanal brachte mich dieser Zustand regelmäßig zur Verzweiflung, denn egal, was man sagte oder tat - es wurde geschimpft, gemeckert, beleidigt und gelästert. Irgendwas war immer falsch.

Das hat mich letzten Endes so beeinflusst, dass ich gar keine Lust mehr auf Videos hatte und ich einen Cut brauchte. Und den setzte ich mit einer Namensänderung und einer etwas anderen Art zu filmen durch. Aber nicht nur die Art zu Filmen änderte ich, sondern auch meine Art, mit beleidigenden oder unangemessenen Kommentaren umzugehen.


Ich stehe sehr gern dazu, wenn ich sage, dass ich Kommentare sofort lösche, die mich/uns entweder beleidigen, bedrohen oder in anderer Weise vollkommen unangemessen sind. Und genau so werden diese Nutzer dann auch blockiert, wenn sie sich mehrfach ausfallend äußern. Ich spreche hier nicht von ehrlich geäußerter Kritik oder anderen Meinungen. Diese sind immer willkommen und sehr wichtig für mich. Schließlich möchte ich, dass meine Videos zum Austausch anregen und inspirieren, und natürlich, dass sie euch Zuschauern gefallen. Genau so ist es auch mit den Texten, die ich verfasse.

Aber genau so, wie man Kritik natürlich immer äußern darf, sollte man auch in der Lage sein, diese angemessen und nicht beleidigend formulieren zu können.

Einige Nutzer vergessen anscheinend, dass hinter den Videos oder Posts echte Menschen stecken, die sich Mühe geben, Gedanken machen und Zeit investieren. Man ist natürlich stolz auf jedes seiner Ergebnisse, die man präsentiert. Und wenn diese Freude darüber direkt durch negative Kommentare zerstört wird, dann läuft irgendetwas verkehrt. YouTube, Facebook, Instagram und Co. sollten Spaß machen. Sie bieten uns so viele Möglichkeiten und sollten doch eher als Möglichkeit zum kreativen Austausch, Sammeln von Inspirationen und zur Unterhaltung angesehen werden, als ein Platz, an dem man sich über alles und jeden mal auslassen kann.
Ist es nicht viel schöner, etwas Nettes zu sagen?

All diese Social Media Plattformen sind zum Glück kostenlos und freiwillig. Man kann sich das anschauen, was man möchte und kann das abschalten, was man eben nicht sehen mag. Mit nur einem Mausklick. Genau so macht man es doch im Fernsehen auch, oder?
Kommt Werbung, die einen nicht interessiert, schaltet man weiter. Kommt eine Serie, die man nicht mag, schaut man etwas anderes. Und wenn mal überall nur Dinge laufen, die einen nicht interessieren, macht man den Fernseher eben aus.
Warum nicht auch auf YouTube?
Durch diese schlechte Grundstimmung macht das alles nur halb so viel Spaß. Man überlegt drei mal, bevor man etwas postet oder ob man das jetzt so sagen/schreiben kann. Natürlich muss man, wenn man in gewisser Weise in der Öffentlichkeit steht, auch mit Kritik rechnen und das machen wir alle. Aber man muss sich nicht beleidigen oder schlechtreden lassen. Würde man ja schließlich im "wahren Leben" auch nicht.

Grundsätzlich finde ich, dass auf Instagram die Stimmung noch recht gut ist. Auf Facebook jedoch kommt es so schnell zu regelrechten Shitstorm-Anfällen, dass ich dort nur wenig poste und wenn dann nur Dinge, bei denen ich mir sicher bin, dass nur eine geringe Chance dafür besteht. Aber ist das dann noch echt und ehrlich? Irgendwie nicht...
Dabei wird das von allen Zuschauern und Lesern immer so sehr gewünscht. Echtheit und Ehrlichkeit - auch mal Dinge zeigen, die nicht so glatt laufen.


Und das möchte ich natürlich auch. Schließlich sind wir auch nur ganz normale Menschen, die ein ganz normales Leben führen. Womit wir aber vielleicht dennoch andere inspirieren können. Aber ganz ehrlich? Entweder werden diese Situationen gekonnt übersehen oder es wird dann alles heruntergespielt, belächelt oder beurteilt. Plötzlich ist man dann eine schlechte Mutter, wenn man nach einem Tag "nur" mit den Kindern völlig K.O. ist. Oder man ist eine überforderte Mutter, wenn man nicht weiß, was man mit seinem 2-Jährigen während einer Wutattacke anstellen soll. Und das auch noch filmt/postet.
Zeigt man dann aber nur noch die schönen Dinge, lebt man angeblich in einer rosaroten Scheinwelt, spielt allen etwas vor oder animiert junge Leute dazu, Kinder zu kriegen, weil man vermittelt, dass Kinder haben das leichteste der Welt sei.
Also ihr seht schon, der Grat ist schmal, man kann es nicht richtig machen. Bzw. nicht allen recht.




Ganz besonders schlimm ist das ja mit Werbung/Produktplatzierung. Mir zum Beispiel ist Ehrlichkeit in diesem Bereich sehr wichtig, darum wird das alles gekennzeichnet. Aber ich hab das Gefühl, dass man gerade deswegen beschimpft wird. Ich könnte genau so gut Produkte platzieren und sie nicht kennzeichnen - so dass es niemand merkt. Aber das will ich nicht. Ich kennzeichne an einem festen Platz, für jedermann sichtbar. Und dafür wird man dann noch blöd angemacht, als Teleshopping-Queen oder Verkaufssendung betitelt - weil man so ehrlich ist. Guckt man dann auf andere Kanäle, da werden haufenweise gesponserte Produkte nicht gekennzeichnet - und die Stimmung ist top. Prima. Das ist übrigens ein Thema, darüber könnte ich mich immer wieder beschweren. Denn ich finde immer, dass Ehrlichkeit am wichtigsten ist, wenn man mit so vielen Leuten in Kontakt tritt und auf diese einen gewissen Einfluss hat.

Und dann kommt wieder das Positive ins Spiel: Das alles ist freiwillig. Man mag die Bilder von einem Account nicht mehr? Man will die vorgestellten Produkte nicht kaufen? Man ist genervt von den wunderschönen Ausflügen, die eine Familie filmt, weil immer alles toll ist? Man kann die ewig langen Texte in einem Profil nicht mehr sehen? Man kann es nicht leiden, dass auf einem Kanal nur noch Videos zu Produkten erscheinen? Dann deabonniert man ihn eben und schaut es sich nicht mehr an. Und es wird niemanden stören. Denn ich bin mir sicher - jeder hat lieber weniger Abonnenten, dafür aber diese, die die Videos WIRKLICH gerne schauen. Und nicht bei jedem Video etwas anderes finden, worüber sie genervt sind oder sich auslassen müssen.


Und abschließend möchte ich noch sagen:
Gönnt wieder. Es ist doch schön, wenn es anderen Leuten gut geht, auch wenn man sich selbst vielleicht gerade nicht so wohl fühlt.
Seid zuversichtlich, freundlich und ärgert euch nicht so viel. Das ist super für's Gemüt.
Genießt die schönen Momente im Leben, liebt und lacht. Dann sieht alles ein bisschen positiver aus (:


15.11.2015

Unser Jahreszeitentisch


Hallo ihr Lieben!

Passend zu unserem neuen YouTube-Video, in welchem wir wieder ganz viel draußen unterwegs waren, Herbstschätze gesammelt haben und anschließend unseren Jahreszeitentisch dekorierten, könnt ihr hier noch einmal einige Einzelheiten von letzterem sehen.


Ich wollte schon für lange Zeit einen Jahreszeitentisch gestalten. Ich finde solche Dekorationen für die eigene Wohnung einfach richtig toll, weil sie so eine Gemütlichkeit verbreiten. Man hat ein kleines Stückchen Natur immer im Haus.


Außerdem finde ich es ganz klasse, dass die Kinder so ganz intensiv die Jahreszeiten und deren Wechsel mitbekommen und sich vor allem aktiv daran beteiligen können. Man kann zu jeder Saison neue Dinge draußen sammeln und jedes Mal sieht der Tisch danach ganz anders aus. Unser Großer hat dadurch schon jetzt gut begriffen, was typisch für den Herbst ist. Und er liebt es, wenn wir die Kerzen anzünden und es uns gemütlich machen. Er ist richtig stolz auf SEINE Deko.



Wir haben uns dafür entschieden, neben den Naturmaterialien auch einige Filzfiguren mit einzubringen. Das ist für den Großen natürlich ganz besonders interessant, denn so ist es für ihn nicht einfach nur eine Deko zum Anschauen, sondern zum Mitmachen.
Mutter Erde zum Beispiel holt immer wieder Nüsse zum Knacken in ihrem kleinen Körbchen, die Herbst- und Blattbabys wechseln sich ab, wenn es darum geht, wer im Apfelhäuschen schlafen darf. So wird der Jahreszeitentisch auch während einer Saison immer wieder verändert.


Wir sind sehr oft draußen spazieren und natürlich gibt es dabei auch immer wieder neues zu entdecken und zu finden. Dadurch wächst die Sammlung auf unserem Regal stetig und erzählt viele Geschichten. Wenn wir uns gemeinsam den Jahreszeitentisch anschauen, dann erinnern wir uns mit viel Freude an all die Spaziergänge und Abenteuer, die wir dazu erlebt haben.



Alles in Allem bin ich sehr glücklich über unsere neue Wohnzimmerdeko und erstaunt, wie gut auch kleinere Kinder da schon mitmachen und mit wie viel Verständnis sie bei der Sache sind. Ich kann jedem empfehlen, sich auch einen kleinen Platz "anzuschaffen", wo die Jahreszeiten dargestellt sind. Das macht nicht viel Arbeit, dafür aber besonders viel her. Und für die Kinder ist es ein absolutes Highlight.



Habt ihr auch einen Jahreszeitentisch?
Wenn ja, würde ich mich riesig freuen, wenn ihr uns eure Varianten auf Instagram zeigt, ihr könnt sie dafür gerne mit dem #natuerlichjahreszeitentisch versehen, dann kann ich sie schnell finden.

Ich freue mich darauf.



14.11.2015

Was ein Vater bereut...


Eine Frage, die ich mir immer wieder stelle, weil sie mir immer wieder gestellt wird. Manchmal nur unterschwellig, ohne dass es jemand wirklich klar ausspricht. Aber in vielen Gesprächen, kann man das eindeutig raushören.
Oft wird man auch so mitleidig angeguckt.

Beispiel: Die Studienkumpel verabreden sich abends zur Sauftour. Bar, Club, Disko, Kotzen.
Ungefähr in dieser Reihenfolge.
Ich hab meistens abgesagt. Aber nicht, weil ich von zu Hause aus den Druck hatte, dass ich da nicht hin durfte. Sondern aus zwei anderen Gründen.

Erstens: Wollte ich Anna nicht mit zwei Kindern allein lassen, weil ich aus meiner eigenen Erfahrung aus der Elternzeit weiß, wie sehr man sich freut, wenn jemand nach Hause kommt, der normal mit einem reden kann...

Zweitens: Wollte und will ich die Zeit mit meinen Kindern verbringen. Ich will für sie da sein und möchte auch, dass sie für mich da sind. Denn es ist ja nicht so, dass man als Vater nur gibt.
Geld oder Zeit. Oft wird es ja leider so dargestellt.
Ich zum Beispiel erhalte von meinen Kindern nicht nur Liebe und Zuneigung, sondern einfach ein gutes Gefühl. Und, wie schon ganz oft beschrieben, erhalte ich eine ganze Portion Selbstvertrauen, weil, man einfach ein Ergebnis seiner (Erziehungs-) Arbeit sieht.


Ich wurde mal wiederholt zu Männerabenden eingeladen. Immer wieder. Und immer aber so kurzfristig, wie man es meist nur planen kann, wenn man keine Kinder hat. Wir sind oft über Wochen hinweg verplant. Familie, Freunde, Elternabend, Job, Freizeit...Ihr kennt das ja.

Und als ich das 3. oder 4. Mal abgesagt hab, bekam ich den Satz zu hören:
"Freundschaften muss man pflegen, sonst vergehen Sie. Mit deiner Familie kannst du noch dein ganzes Leben verbringen."

Ein Satz bei dem ich schlucken musste.

Jeder der Kinder hat, der weiß, wie schnell die Zeit vergeht, in dem die Kinder einem immer und immer schneller entwachsen zu drohen. Wie wichtig es ist, soviel Zeit wie möglich mit den lieben Kleinen zu verbringen. Denn DAS vergeht schnell und kommt nie wieder. Und Omas und Opas vergehen auch. Manchmal schneller als man denkt. Auch das mussten wir schon schmerzlich erfahren.

Und dann noch etwas anderes. Ich sage solche Parties nicht nur wegen meinen Kindern ab.
Ich habe in meinem Leben Erfahrungen gemacht, die mir gezeigt haben, dass es nicht wichtig ist, sich in dem Sinne auszutoben, in dem man sich jedes Wochenende besäuft und danach scheiße baut.

Noch dazu war ich nie der Typ, der besonders drauf stand.

Von daher, find ich es nicht schlimm, nicht an solchen Parties oder so teilnehmen zu können.
Prinzipiell bin ich ein Mensch, der Umstände akzeptiert und davon ausgehend nach Lösungen und neuen Wegen sucht. Ich bin niemand, der unbedingt an festen Dingen festhalten muss.


Doch zurück zur Frage: Was bereue ich?

Ich bereue nicht, dass ich länger studieren muss als meine Kommilitonen, weil ich ein Semester Elternzeit eingelegt hab.

Ich bereue nicht, dass ich diese Elternzeit genommen habe und somit sehr sehr wertvolle Erfahrungen sammeln konnte, mit deren Hilfe ich auch viel über mich selbst gelern hab.

Ich bereue nicht, dass ich Anna in jeder ihrer Entscheidungen unterstützt habe, ob Geburtshaus, Ausbildungsunterbrechung oder die Entscheidung, sich auf Youtube zu konzentrieren.

Ich bereue nicht, dass sich Freundschaften verflüchtigt haben. Denn es entstanden neue. Und etwas aufrechtzuerhalten, nur weil es schon da ist, halte ich für schwachsinnig, wenn es nur erzwungen werden muss.

Ich bereue nicht, dass wir unsere Kinder größtenteils selbst und ohne besonders große familiäre Unterstützung betreut haben. Wir konnten so beweisen, dass wir dem gewachsen sind und müssen uns nie vorwerfen lassen, dass wir es ja ohne unsere Familien nie geschafft hätten.

Ich bereue es nicht, dass ich keine Erfahrungen im Ausland sammeln konnte. Denn ich konnte Erfahrungen sammeln, die mich genauso weitergebracht und gestärkt haben. Die meinen Horizont erweitert haben. Nur eben auf eine vollkommen andere Weise.

Ich bereue es auch nicht, mich so früh gebunden zu haben. Ich habe das nicht geplant, sondern es ist einfach passiert. Und wie gesagt, ausgehend von einer Situation entscheide ich immer spontan, wie es nun weiter geht und was wohl am besten für mich ist. Und das war einfach immer und in jeder Situation Anna.

Ich bereue auch nicht, dass Anna die einzige ist, mit der ich bisher sexuelle Erfahrungen sammeln durfte. Sie gibt mir alles, was ich brauch. Darüber kann man lachen, schmunzeln und scherzen. Mit Unverständnis oder Mitleid reagieren. Oder mit Respekt, vielleicht sogar Anerkennung. Zumindest aber einfach mit Offenheit und Empathie.


Insgesamt gibt es in meiner ganzen Zeit als Partner und Papa nur eine einzige Sache, die ich bis heute bereue.

Und das war, dass ich Nela, unser Sternenkind, nicht zu hundert Prozent als positiv gesehen habe. Ich hab gezweifelt, zu sehr auf kritische Stimmen gehört, die uns einreden wollten, wir schaffen das nicht oder wir sollten das gar nicht versuchen. Weil Ausbildung und Studium so wichtig sind. Ich habe nicht auf mein Inneres gehört und Anna nicht genügend gestützt.
Das tut mir bis heute unendlich doll leid.

Doch auch hier gilt: Nichts passiert ohne Grund. Als ich im Krankenhaus neben Annas Bett stand und ihre Hand hielt, wurde mir klar, wie krank es ist, sich zu überlegen, ob ein Kind etwas Gutes ist.
Ich entschied mich ganz bewusst dafür, es mit Anna noch einmal zu versuchen.

Nun haben wir unser nächstes Wunder, was mittlerweile seit 6 Monaten unseren Alltag aufmischt.
Und ich weiß nun einfach nur, dass ein Kind immer etwas Gutes ist.Was es für ein Glück ist, mit sowas gesegnet zu sein.

Und dass es nichts ist, was man bereuen sollte...








PS: Franz gibt's auch auf Instagram.

10.11.2015

Unsere Erfahrungen mit... Babyphones | 3 Babyphones im Test


Hallo (:
Passend zu unserem neuen und ausführlichen Babyphone Testbericht Video möchte ich in diesem Post noch einmal ganz übersichtlich die Vor- und Nachteile jedes Babyphones zusammenfasen.
Wir haben in unserer Zeit als Eltern 3 Babyphone-Modelle getestet. Davon 2 mit Videofunktion und ein reines Audio-Babyphone.
So könnt ihr in diesem Post vielleicht herausfinden, welche Art von Babyphone für euch in Frage kommt und zu den Bedürfnissen von euch und eurem Kind am besten passen.
Beginnen werde ich mit dem Babyphone ohne Videoüberwachung.


Das Audioline Babycare 5 war unser allererstes Babyphone, welches wir vor 3 Jahren bei Amazon für 36€ im Angebot kauften.
Inzwischen gibt es dieses Modell nicht mehr, aber es gibt ein sehr ähnliches Modell,
das Audioline Babycare 8. Dieses kostet bei Amazon knapp 44€, sieht zwar optisch sehr anders aus, hat aber ganz ähnliche Funktionen, weswegen ich dennoch die grundlegenden Fakten zusammenfasse:

Vorteile:
- sehr günstiger Preis
- einfache Handhabung
- übersichtliche Bedienung
- sehr angenehmes, sanftes Nachtlicht - vom Elterngerät steuerbar
- Gegensprechfunktion
- Temperaturanzeige mit Warnfunktion
- Uhrzeit- und Datumsanzeige


Nachteile:
- relativ kurze Reichweite (50m innen)
- maximale Lautstärke am Elternteil in nicht ruhiger Umgebung zu leise
- sehr geringe Akkulaufzeit
- hin und wieder Störungen oder Verbindungsabbruch bzw. Rauschen

Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Art von Babyphone gut für Eltern ist, die sich in der Nähe des Kindes aufhalten, schnell bei ihm sein können und sich meistens in einer ruhigen Umgebung befinden, also zB. für die eigene Wohnung. Es ist super für Eltern, die eine einfache Handhabung bevorzugen und keine außergewöhnlichen Funktionen benötigen.

* * * 


Unser 2. Babyphone ist das Philips Avent SCD603/00, ein digitales Babyphone mit Videoüberwachung.
Dieses haben wir für unsere Tochter für 129€ bei Media Markt gekauft. Bei Amazon kostet es allerdings nur 109€.

Vorteile:
- Videofunktion mit guter Bildqualität (sowohl mit Tageslicht als auch im Nachtsicht Modus), bei der Helligkeit manuell angepasst werden kann
- sehr gute Übertragung (auch von sehr leisen Tönen) und Tonqualität
- Funktion, dass sich Display+Tonübertragung nur einschalten, wenn das Kind tatsächlich Geräusche macht
- einfache Handhabung
- übersichtliche Bedienung
- angenehme Schlaflieder

Nachteile:
- hoher Preis
- kurze Reichweite (30m innen)
- viele Störungen, wenn W-Lan in der Nähe ist
- Licht lässt sich nicht vom Elternteil steuern
- keine Temperaturanzeige

Abschließend finden wir dieses Babyphone gut geeignet für Eltern, die ihre Kinder gern im Blick haben, jedoch nicht dauerhaft "überwachen" wollen, wenn es denn ein mal schläft. Wir benutzen es als Hauptbabyphone, denn es bietet eine sehr gute Qualität mit netten Funktionen ohne viel Schnickschnack.

* * *


Das 3. und letzte Babyphone, das ich euch vorstellen möchte, ist das Gynoii Babyphone. Es ist ein Babyphone, welches mit einer Kamera in Kombination mit einer App auf dem Smartphone/Tablet funktioniert und kostet bei Amazon 99€.

Vorteile:
- sehr mobil, da man das Elternteil (sein eigenes Handy) immer dabei hat
- unbegrenzte Reichweite durch Internetübertragung
- Zugriff von mehreren Smartphones/Tablets auf eine Kamera möglich
- mehrere Kameras können auf ein Elterngerät übertragen werden
- nur Audio-Modus
- kaum Verbindungsprobleme
- Gegensprechfunktion
- tolle Features wie Time Lapse Aufnahmen, Bilder+Videos, Verknüpfung mit Social Media Kanälen möglich, eigene Musik abspielbar
- sehr gute Bildqualität (bei Tag- und Nachtsicht), die von niedrig bis hoch (optimal bei schneller Internetverbindung) geregelt werden kann
- Anbringungsmöglichkeit mit Klemme (für Babybett, Wiege etc.)

Nachteile:
- erste Installation bei Android Systemen holprig (Support allerdings TOP)
- verbraucht recht viel Akku auf dem Smartphone
- umständlicher in der Handhabung
- kein Nachtlicht


Zusammenfassend ist Gynoii das perfekte Babyphone für Eltern, die viel unterwegs sind und/oder gern Momente des Babys mit Familie, Freunden oder auf Social Media Netzwerken teilen möchten. Es ist ideal für Eltern, die neben der Überwachung gern zusätzliche Funktionen nutzen und auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis Wert legen.

Das war also zusammengefasst unser Babyphone-Test. Ich hoffe, dass euch diese Zusammenstellung weiterhelfen kann, wenn ihr euch unsicher seid, welches Babyphone das Richtige für euch und eure Bedürfnisse ist. Wenn euch detailliertere Infos und ausführliche Testberichte zu den Babyphones interessieren, dann schaut gerne auf unserem YouTube-Kanal vorbei, dort gibt es die umfangreichere Version in Bewegtbildern.

Nun interessiert mich sehr, welches Babyphone ihr benutzt? Was haltet ihr generell von der Videoüberwachung?


07.11.2015

Mehr Mut zum Ich

Wie oft werden wir tagtäglich mehr oder weniger bewusst in irgendwelche Schubladen gesteckt?

Zu wie vielen "Gruppen" gehören wir?

Vegetarier, junge Mütter, Arbeitslose, Tierliebhaber, Christen, Frauen mit Kurzhaarschnitt, Beamte, Autofahrer, Dunkelhäutige, Übergewichtige, Schwule, Briefmarkensammler, Blondinen, Raucher usw...

Wie oft werden wir mit unglaublich vielen anderen Menschen über einen Kamm geschert?
DIE Flüchtlinge! DIE Veganer! DIE BMW-Fahrer!
Gibt es das wirklich? Gibt es wirklich DIE Gruppe? Oder gibt es nicht viel eher einzelne Menschen, die etwas verbindet, die aber dennoch völlig unterschiedlich sind?



Täglich werden wir mit Vorurteilen konfrontiert, ärgern uns über DIE, regen uns auf und machen uns Sorgen. und vergessen dabei so oft, was wirklich zählt:
Das WIR.



Wir sind alle Menschen, egal ob wir zu Fuß gehen oder Auto fahren. Egal, ob wir Fleisch essen oder darauf verzichten. Egal, ob wir von zu Hause aus arbeiten oder im Büro, ob wir jung oder alt sind, Kinder haben oder keine, dunkle oder helle Haut haben...
Ganz sicher habt ihr all das schon ziemlich oft gehört und gelesen.

Aber wie oft denkt ihr tatsächlich darüber nach? Wie oft sucht ihr wirklich nach Gemeinsamkeiten anstatt nach Unterschieden?

Gemeinsamkeiten sind genau so wichtig wie Unterschiede. Und Unterschiede sind natürlich nicht immer negativ.
Ich finde es toll, von so vielen Menschen umgeben zu sein, die so verschieden sind.
Sie sind so verschieden, dass man sie niemals in eine Schublade stecken könnte.

Jeder von ihnen ist anders. Ich bin anders.
In meinem "Ich bin ich"-Video habe ich bereits einiges über mich erzählt.

Ich kann keine Autos reparieren, ich bin kein Genie, kein Topmodel und kein Superstar. Ich bin oft ungeduldig, gebe manchmal zu schnell auf und vergesse vieles.

Das alles aber macht mich aus, auch wenn es nicht immer positiv ist. Es macht mich zu dem Menschen der ich bin. Und genau DAS ist wichtig.

Sei nicht DER Ungeduldige, DIE Vergessliche oder DER Unpünktliche. Lass dich nicht in Schubladen stecken und steh zu dir. Du bist das Ergebnis aus all deinen Eigenschaften und Vorlieben. - das macht dich aus. Und nicht eine einzelne Tatsache, die dich gerade zum Teil einer Gruppe macht.
Dass das manchmal nicht einfach ist, das wissen wir wohl alle. Aber wenn wir uns alle ein bisschen Mühe geben, Respekt und Toleranz zeigen, Das Gruppen- und Schubladendenken etwas abschalten, dann wird es einfacher - für alle.
Und wenn jeder er selbst ist, dann können wir irgendwann wieder alle WIR sein.

Denkt öfter darüber nach, was euch ausmacht, nicht was euch zum Teil einer Gruppe macht.

Denkt öfter an das Positive in euch. 

Ich habe zwar kein Supertalent, aber ich bin kreativ.
Ich bin zwar oft langsam, aber ich genieße die Augenblicke in vollen Zügen.
Ich habe zwar keine Top-Figur, aber ich bin gesund.
Ich kann keine Häuser bauen, aber ich kann mit meinem Sohn Drachen basteln und sie fliegen lassen.
Ich bin selten pünktlich, aber ich habe Spaß.


In diesem Sinne wünsche ich euch alles Liebe!
Seid nicht so, wie andere es von euch erwarten.
Sei du selbst, denn genau so bist du richtig.


05.11.2015

Wie schnell die Zeit vergeht...

Jeder sagt es, jeder weiß es...
"Die Zeit mit Kindern vergeht wie im Flug!"

Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wie oft ich diesen Satz in meiner ersten Schwangerschaft gehört habe. In allen Zusammenhängen, von fast jedem, den ich traf. Aber hauptsächlich von denen, die selbst schon Kinder hatten.
Ja, ja... dachte ich mir. Es wird schon lange genug dauern, bis das Baby groß ist. SO schnell kann die Zeit ja nun auch nicht vergehen.


Jetzt sitze ich hier, bin Mama von 2 gesunden Kindern, arbeite selbstständig und wohne in einer anderen Wohnung.

Und nun frage ich mich doch ernsthaft: Wo ist die Zeit geblieben?!
Wenn wir "nur" mal zusammenstellen, was in meinen letzten 5 Jahren passiert ist:

Ich habe meinen Führerschein gemacht.
Ich war das erste Mal mit meinem Liebsten im Urlaub.
Ich habe meine Schule abgeschlossen.
Ich bin von zu Hause ausgezogen.
Ich habe eine Schwangerschaft durchlebt und einen gesunden Sohn geboren.
Ich habe angefangen, YouTube-Videos zu drehen
Ich bin mit meinem Partner zusammen und zwei mal umgezogen.
Ich habe eine Ausbildung abgeschlossen.
Ich habe mir Haustiere angeschafft.
Ich war auf 4 Konzerten.
Ich war ein zweites mal schwanger und habe mein Baby verloren.
Ich habe eine neue Küche geplant und gekauft.
Ich war unzählige Male krank.
Ich bin zum ersten Mal seit ich 5 war wieder im Flugzeug geflogen.
Ich habe eine Ausbildung abgebrochen.
Ich habe mir einen Staubsauger zum Geburtstag gewünscht. 
(Und das ist so besonders, weil ich mir IMMER geschworen habe, mir NIEMALS Haushaltsgeräte zum Geburtstag zu wünschen :D)
Und bekommen. ;)
Ich fuhr 3 verschiedene Autos.
Ich habe eine neue komplette Schwangerschaft erleben dürfen und eine gesunde Tochter zur Welt gebracht.
Ich habe mich selbstständig gemacht.
Ich habe viele unglaublich tolle Menschen kennengelernt.
Und unfassbar viele wichtige Erfahrungen gesammelt.
Und besonders unglaublich finde ich, dass ich von diesen 5 Jahren knapp 19 Monate verschlafen habe! Fast 19 Monate, das sind 1,5 Jahre...
Was in dieser Zeit hätte alles passieren können...
In 19 Monaten kann man fast eine komplette weitere Ausbildung machen. Oder ein Haus bauen (lassen). Man könnte fast 2 Babys bekommen - im Schlaf quasi. Und das, wo doch die Zeit während man schläft sowieso NOCH schneller vergeht.


Wenn man das also mal so betrachtet, ist das ganz schön viel. Aber neben diesen (mehr oder weniger) großen Sachen und Meilensteinen, sind natürlich auch noch unzählige kleine Momente entstanden, die oft nicht weniger wunderbar waren.

Lag ich nicht gerade noch ungeduldig und mit heftigen Wehen im Krankenhaus, als sich unser Großer auf den Weg zu uns machte?
Habe ich nicht eben noch voller Wehmut Größe 56 aus der Kommode sortiert?
Und Tränen gelacht, weil der kleine Große seine ersten putzigen Schritte am nervigsten Lauflernwagen der Welt machte?
Hab ich nicht neulich erst den Kuchen für seinen 2. Geburtstag gebacken?
Und nun wird mein erstes Baby in ein paar Wochen 3 Jahre alt... Er springt und tanzt, er singt und bastelt, er diskutiert und vertritt seine Meinung.
Und es ist auch schon wieder einige Monate her, seitdem wir mit 180km/h über die leere Autobahn rasten, weil sich unser Babymädchen so flott angekündigt hatte.
Es fühlt sich an, als hätte ich erst gestern schon das zweite Mal Größe 56 aus der Kommode geräumt.
Und nun ist unsere Babyhummel schon ein halbes Jahr alt, isst Brot und fängt langsam an, sich auf die Knie zu stützen.
Alle haben es vorhergesagt, aber ich wollte es nicht glauben. Nun bin ich diejenige, die es immer wieder sagt. Und irgendwie hab ich das Gefühl, die Zeit rennt mit zwei Kindern förmlich mit sich selbst um die Wette.

Und darum weiß ich auch jetzt schon ganz genau, dass ich in einem halben Jahr am Geburtstagstisch sitzen werde und mich fragen werde, wo denn nur die Zeit schon wieder geblieben ist...


Geht es euch auch so? Dass ihr manchmal das Gefühl habt, ihr müsstet mal kurz die Zeit anhalten, um Luft zu holen? Ich freue mich auf eure Erfahrungen!